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Komfort und Alltag

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Die Bevölkerung ist nicht bereit, Rentenkürzungen in Kauf zu nehmen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch was, wenn die Renten trotzdem sinken? Die Befragten haben klare Präferenzen, wie sie die Ausfälle kompensieren würden.

Rentenkürzungen sind bei der Schweizer Bevölkerung sehr unpopulär. Eine aktuelle Umfrage der Axa Investment Managers AG zeigt: 85 Prozent der Befragten sind kaum oder gar nicht bereit dazu, eine tiefere Rente in Kauf zu nehmen.

Doch genau das blüht einem Teil der Bevölkerung bei einem Ja zur Pensionskassen-Reform, die am 22. September zur Abstimmung steht. Aktuell streiten sich das Pro- und Contra-Lager darüber, für wie viele die Reform eine tiefere Rente zur Folge hätte. Die Behörden gehen davon aus, dass die Renten ab einem geschätzten Monatseinkommen von 5500 Franken im BVG-Obligatorium sinken dürften. Gemäss Gewerkschaften soll die Reform unter dem Strich bereits bei deutlich tieferen Gehältern einen negativen Effekt haben.

Eine Studie des Beratungsbüros BSS kam zum Schluss, dass bei einer Annahme 359’000 Personen mit einer höheren und 169’000 mit einer tieferen Rente rechnen dürfen.

Aktive Einzahler verlieren Kapital

Aktuell zahlen die aktiven Einzahler die PK-Renten der Pensionierten mit. Deshalb überrascht es kaum, dass jede zweite Person befürchtet, es werde heute zu wenig gespart und deshalb seien die Vorsorgegelder nicht gesichert. Die Reform würde den Mindestumwandlungssatz von 6,8 auf 6 Prozent senken und damit die heutige Quersubventionierung reduzieren.

Hohe Eigeninitiative beim Sparen

Müssten die Befragten eine tiefere PK-Rente in Kauf nehmen, haben sie klare Präferenzen, wie sie die Ausfälle ausgleichen würden. Am liebsten auf eigene Faust. Die allermeisten sprechen sich dafür aus, freiwilliges Sparen durch Steuervergünstigungen zu fördern. So wie man es heute bereits beim Aufbau von Vorsorgekapital in der dritten Säule kennt.

Länger arbeiten ist kein Tabu mehr. Drei von vier Befragte würden sich bei einer tieferen Rente bessere Möglichkeiten wünschen, über das heutige Rentenalter von 65 Jahren Teilzeit hinaus weiterzuarbeiten. Dafür müsste die Wirtschaft jedoch entsprechende Modelle fördern. Nur jeder Dritte hält es für realistisch, nach der Pensionierung eine bezahlte Stelle zu finden. «Die PK-Reform senkt die Beiträge für ältere Arbeitskräfte und wäre hierfür sicher ein kleiner Hebel», sagt Rutsch.

Länger arbeiten und früher einzahlen

Mit Blick auf die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel dürfte das Thema künftig weiter an Bedeutung gewinnen. «Wir müssen Wege finden, damit die Leute länger in der Arbeitswelt verbleiben. Fast zwei Drittel können sich heute vorstellen, länger zu arbeiten.»

Bei den Befragten viel Zuspruch erhält auch die Idee, schon zu Beginn der Berufskarriere in die PK einzuzahlen – und nicht erst ab 25 Jahren, wie es heute der Fall ist.

Höhere Lohnabzüge oder ein generell höheres Pensionsalter fallen hingegen bei gut 60 Prozent der Befragten durch. Wie sie zu höheren Arbeitgeberbeiträgen stehen, war dagegen nicht Teil der Umfrage.

Neue Finanzierungsquellen

Viele Befragte könnten sich auch mit einer Beteiligung des Bundes an den PK-Leistungen anfreunden. Dafür würden sie am ehesten bei Zahlungen ins Ausland – also Entwicklungshilfen, beim Militär oder der Landwirtschaft sparen. Oder aber neue Steuern einführen, beispielsweise auf Finanztransaktionen oder Erbschaften.

Die Befragten rechnen damit, dass sie bei der Pensionierung mit der AHV und PK auf rund 56 Prozent ihres letzten Lohns kommen. Die Mehrheit gibt deshalb an, diese Lücke mit zusätzlichen Ersparnissen zu schliessen. Personen mit tiefem Einkommen ist dies jedoch nur in kleinem Mass möglich. Jeder Zweite von ihnen erwartet deshalb, sich nach der Pensionierung einschränken zu müssen.

 

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Anfang 2025 werden die AHV- und die IV-Renten sowie mehrere andere Sozialleistungen angehoben. Gleichzeitig wird das Referenzalter der Frauen schrittweise von 64 auf 65 Jahre erhöht.

Auf einen Blick

  • Anfang 2025 werden AHV/IV-Renten, Ergänzungsleistungen, Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose und Familienzulagen erhöht.
  • Das Referenzalter für den Bezug einer ungekürzten Altersrente wird für Frauen um drei Monate angehoben; ab Anfang 2028 gilt für alle das Referenzalter 65.
  • Die Digitalisierung in der Erwerbsersatzordnung und das Elektronische Patientendossier schreiten voran.

Ab Januar 2025 treten verschiedene neue Massnahmen in Kraft. Dieser Artikel gibt Versicherten, Arbeitgebern und im Sozialversicherungsbereich tätigen Personen einen Überblick über die anstehenden Änderungen. Er stützt sich auf die Ende November 2024 verfügbaren Informationen. Zu Redaktionsschluss war eine Beschwerde gegen die Erhöhung des Referenzalters der Frauen noch beim Bundesgericht hängig.

Erste Säule: Erhöhung der Renten und der Hilflosenentschädigung

Die Renten der ersten Säule werden ab Anfang Januar 2025 um 2,9 Prozent erhöht. Die Mindestrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie der Invalidenversicherung (IV) steigt somit von 1225 auf 1260 Franken pro Monat, die Maximalrente – bei voller Beitragsdauer – von 2450 auf 2520 Franken. Die AHV-Rente für Ehepaare beträgt neu 3780 Franken. Letztmals wurden diese Renten 2023 an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst.

Die Mindestbeiträge von Selbstständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen für AHV, IV und Erwerbsausfallentschädigung (EO) werden auf 530 Franken pro Jahr erhöht, der Mindestbeitrag für die freiwillige AHV/IV auf 1010 Franken.

Ebenfalls angehoben wird die Hilflosenentschädigung der AHV und der IV, die für Rentenbezügerinnen und -bezüger bestimmt sind, die auf Dritthilfe angewiesen sind. Die Höhe der Hilflosenentschädigung hängt vom Grad der Hilflosigkeit ab. In der IV beträgt der Assistenzbeitrag neu 35.30 Franken pro Stunde (+1 Fr.) und 169.10 Franken pro Nacht (+4.65 Fr.).

Lebensbedarf: Erhöhung der EL und der ÜL

Die Ergänzungsleistungen (EL) und die Überbrückungsleistungen (ÜL) werden ebenfalls angehoben. Der jährliche Pauschalbetrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs wird für Alleinstehende auf 20 670 Franken (+570 Fr.) erhöht; für Ehepaare auf 31 005 Franken (+855 Fr.); für Kinder über 11 Jahre auf 10 815 Franken (+300 Fr.) und für Kinder unter 11 Jahren auf 7590 Franken (+210 Fr.).

Die maximal anrechenbaren Mietzinse in den Ergänzungsleistungen und den Überbrückungsleistungen werden ebenfalls an die Teuerung angepasst. In den Grosszentren (Mietzinsregion 1) beträgt der jährliche Höchstbetrag künftig 18 900 Franken, in der Stadt (Region 2) 18 300 Franken und auf dem Land (Region 3) 16 680 Franken. Die Freibeträge auf den Erwerbseinkünften werden für Alleinstehende von 1000 auf 1300 Franken pro Jahr und für Ehepaare sowie Personen mit Kindern von 1500 auf 1950 Franken pro Jahr angehoben.

Familienzulagen: Höhere Mindestbeträge

Die vom Bund festgelegten Mindestbeträge für Familienzulagen werden Anfang 2025 erhöht: Die Kinderzulage beträgt neu 215 Franken pro Monat statt 200 Franken; die Ausbildungszulage monatlich 268 statt 250 Franken.

Davon profitieren diejenigen Eltern, die in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Glarus, Solothurn, Tessin, Thurgau und Zürich arbeiten. In den übrigen Kantone sind die Familienzulagen höher als der neue Mindestbetrag.

Zweite und dritte Säule: Neue Ansätze

Die Änderungen in der ersten Säule wirken sich auch auf die obligatorische berufliche Vorsorge (BVG) aus: Anfang 2025 wird der Koordinationsabzug im BVG-Obligatorium auf 26 460 Franken angehoben, und die Eintrittsschwelle steigt auf 22 680 Franken. In der Säule 3a wiederum beträgt der maximal erlaubte Steuerabzug neu 7258 Franken für Personen, die eine zweiten Säule haben, und 36 288 Franken für Personen ohne zweite Säule.

Angepasst werden auch die Hinterlassenen- und die Invalidenrenten der obligatorischen zweiten Säule: Sie steigen um 0,8 Prozent, wenn sie 2024 erstmals angepasst wurden, und um 2,5 Prozent, wenn sie 2023 letztmals angepasst wurden. Im überobligatorischen Bereich entscheidet das oberste Organ der Vorsorgeeinrichtung jährlich darüber, ob und allenfalls in welchem Umfang die Renten angepasst werden.

Der Mindestzinssatz in der obligatorischen beruflichen Vorsorge bleibt 2025 unverändert bei 1,25 Prozent. Bei der Festlegung des Mindestzinssatzes, der bestimmt, wie hoch das BVG-Vorsorgeguthaben mindestens verzinst werden muss, ist der Bundesrat den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für berufliche Vorsorge gefolgt.

Ab 2025 sind Einkäufe in die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) unter bestimmten Bedingungen möglich. In der Schweiz erwerbstätige Personen, die nicht jedes Jahr die für sie maximal zulässigen Beiträge in ihre Säule 3a einbezahlt haben, können diese Beiträge künftig bis zu zehn Jahre rückwirkend noch einzahlen. Die Anpassung betrifft nur Beitragslücken, die ab 2025 entstehen. Der Einkauf erfolgt dabei zusätzlich zum ordentlichen Beitrag und kann ebenfalls von den Steuern abgezogen werden.

AHV 21: Zweite Etappe

Die zweite Etappe der Reform zur Stabilisierung der AHV (AHV 21) tritt Anfang 2025 in Kraft. Davon sind nur Frauen betroffen, die nach 1960 geboren wurden. Ihr Referenzalter (bisher «Rentenalter») wird bis 2028 schrittweise angehoben; danach gilt für Frauen und Männer das einheitliche Referenzalter von 65 Jahren.

Das Referenzalter bezeichnet das Alter, ab dem eine Person die AHV-Altersrente ohne Kürzung oder Zuschlag beziehen kann. Bei einem Vorbezug vor 65 Jahren wird die Altersrente gekürzt, bei einem Aufschub erhöht. Der Kürzungssatz bei einem Rentenvorbezug und der Erhöhungssatz bei Aufschub werden demnächst, voraussichtlich 2027, nach unten korrigiert, um der steigenden Lebenserwartung besser Rechnung zu tragen. Seit 2024 kann die Rente im Alter zwischen 63 und 70 Jahren in Teilschritten bezogen werden (Sauvain 2023).

Die Erhöhung des Referenzalters wird mit Ausgleichsmassnahmen abgefedert (BSV 2022). So haben Frauen, die zwischen 1961 und 1969 geboren wurden, ab 2025 Anspruch auf einen Rentenzuschlag, sofern sie ihre Altersrente ab dem Referenzalter oder später beziehen. Frauen, die ihre Rente vorbeziehen, erhalten keinen Zuschlag. Für sie gelten jedoch reduzierte Kürzungssätze.

Der Rentenzuschlag wird nach Einkommen und Jahrgang abgestuft und beträgt zwischen 13 und 160 Franken pro Monat. Er ist von der Plafonierung der AHV-Altersrente von Ehepaaren ausgenommen, das heisst, er wird auch dann ausbezahlt, wenn Rente und Zuschlag den Betrag der Maximalrente übersteigen. Der Zuschlag wird lebenslang ausbezahlt und löst keine Kürzung der Ergänzungsleistungen aus.

Prämienanstieg in der Krankenversicherung

Die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung (KVG) steigen 2025 für alle Altersgruppen an. Im Jahr 2025 beträgt die mittlere Monatsprämie 378.70 Franken, was einem Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die mittlere Prämie wird berechnet, indem alle in der Schweiz bezahlten Prämien addiert und durch die Gesamtzahl der Versicherten in der Schweiz geteilt werden. Der durchschnittliche Anstieg für junge Erwachsene und Kinder fällt mit 5,4 Prozent bzw. 5,8 Prozent etwas geringer aus.

Die Ankündigung der Prämienerhöhung war zum ersten Mal von verbindlichen Regeln für die Vermittlertätigkeit flankiert. Seit September 2024 ist die telefonische Kaltakquise untersagt – das heisst die Kontaktaufnahme mit einer Person, die noch nie oder seit mehr als 36 Monaten nicht mehr beim werbenden Versicherer versichert war. Ausserdem sind Vermittlerinnen und Vermittler bei einem Beratungsgespräch verpflichtet, ein Protokoll zu erstellen und es von der Kundschaft unterzeichnen zu lassen. Zudem ist die Vermittlerentschädigung künftig beschränkt. Versicherern, die gegen diese Regeln verstossen, droht eine Busse von bis zu 100 000 Franken.

 

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Die Löhne in der Schweiz sind im Vergleich zu anderen Ländern hoch – aber die Lebenshaltungskosten sind es auch. Deshalb kann der Ruhestand für viele Schweizerinnen und Schweizer zu einer finanziellen Herausforderung werden. Vor allem für jene, die privat nicht oder zu wenig vorgesorgt haben.

In diesem Blog geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich auf die Pensionierung vorbereiten und finanzielle Engpässe oder gar Altersarmut vermeiden können.

Altersarmut in der Schweiz

Altersarmut ist mehr als eine finanzielle Herausforderung – sie bedeutet, dass Rentnerinnen und Rentner nicht genügend Einkommen haben, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken. In der Schweiz leben fast 300’000 Seniorinnen und Senioren an der Armutsgrenze. Rund 13,6 Prozent von ihnen könnten unvorhergesehene Kosten in Höhe von CHF 2000 nicht ohne Weiteres begleichen (Stand 2022).

Doch wann beginnt Altersarmut? In der Schweiz gelten Sie als arm, wenn Ihr monatliches Einkommen – nach Abzug der Mietkosten und Krankenkassenprämien – unter dem Existenzminimum von CHF 1200 liegt. Wer monatlich nur ein paar hundert Franken zur Verfügung hat, wird schnell Mühe haben, Lebensmittel, medizinische Versorgung und andere notwendige Ausgaben zu berappen. Bestimmte Gruppen sind besonders gefährdet: Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Auch Alleinerziehende sind häufiger von Altersarmut betroffen. Beides ist auf geringere Rentenansprüche zurückzuführen.

Ursachen und Folgen von Altersarmut

Oft gibt es für Altersarmut mehrere Ursachen, die miteinander verknüpft sind. Mögliche Faktoren sind:

  • Geringes Einkommen: Personen, die während ihres Arbeitslebens wenig verdient haben, zahlen weniger in ihre Altersvorsorge ein. Dadurch erhalten sie später weniger Rente.
  • Unzureichende Vorsorge: In der Schweiz besteht die Altersvorsorge aus drei Säulen: der staatlichen Vorsorge (AHV), der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) und der privaten Vorsorge (3. Säule). Wurde in eine oder mehrere dieser Säulen zu wenig eingezahlt, fällt die Rente entsprechend geringer aus.
  • Lücken im Erwerbsverlauf: Zeiten ohne Arbeit – etwa durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Pflege von Angehörigen – führen ebenfalls zu niedrigeren Beiträgen in die Rentenkassen.
  • Hohe Lebenshaltungskosten: Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind hoch. Wenn die Rente nicht ausreicht, um diese Kosten zu decken, geraten Rentnerinnen und Rentner in finanzielle Schwierigkeiten.

Finanzielle Engpässe im Alter können die Lebensqualität beeinflussen, da sie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erschweren. Dies kann zu sozialer Isolation führen und auch den Zugang zu wichtigen medizinischen Behandlungen erschweren. Daher ist es wichtig, frühzeitig vorzusorgen, um den Lebensstandard und das Wohlbefinden im Alter zu sichern.

Wie der Staat Altersarmut vorbeugt

Um Altersarmut zu vermeiden, setzt der Staat auf mehrere Massnahmen. Eine zentrale Rolle spielen dabei die oben erwähnten drei Säulen. Die AHV ist obligatorisch für alle Erwerbstätigen und finanziert sich durch Beiträge von Arbeitnehmenden, Arbeitgebenden und dem Staat. Sie sichert eine Grundrente, die ein minimales Einkommen im Alter garantieren soll. Zusätzlich zur AHV gibt es die Pensionskasse, in die Arbeitgebende und Arbeitnehmende ebenfalls verpflichtend Beiträge einzahlen. Ziel ist, die Rente im Alter zu erhöhen und den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Dafür reicht das Geld aus den ersten beiden Säulen aber heute meist nicht mehr. Deshalb hat die 3. Säule, die private Vorsorge, an Bedeutung gewonnen. Der Staat fördert diese durch steuerliche Anreize, um die individuelle Altersvorsorge zu stärken. So können Bürgerinnen und Bürger zusätzlich zu AHV und Pensionskasse eigenverantwortlich für ihr Alter vorsorgen und finanzielle Lücken schliessen.

Zudem bietet der Staat Ergänzungsleistungen zu AHV und Invalidenversicherung an. Diese Leistungen unterstützen Menschen, deren Renten und Einkommen nicht ausreichen. Damit Frauen und Alleinerziehende in Zukunft seltener von Altersarmut betroffen sind, fördert der Staat ausserdem flexible Arbeitsmodelle und den Ausbau von Angeboten zur Kinderbetreuung. Dies hilft, die Lücken in der Erwerbsbiografie zu schliessen und höhere Beiträge in die Altersvorsorge zu gewährleisten. Zuletzt ist Vorsorge aber auch eine Frage der eigenen Motivation und Möglichkeiten. Daher gibt es auch staatliche Massnahmen zur Bildung und Aufklärung rund um die Bedeutung der Altersvorsorge: Kampagnen und Beratungsangebote sollen dazu beitragen, dass die Bevölkerung der Altersarmut frühzeitig und ausreichend vorbeugt.

Altersarmut vorbeugen: Mit diesen Tipps fürs Alter vorsorgen

Um sich bestmöglich auf den Ruhestand vorzubereiten und finanziell abgesichert zu sein, sollten Sie frühzeitig handeln. Hier sind einige Tipps:

  1. Starten Sie früh mit der Altersvorsorge
    Je früher Sie mit der Vorsorge beginnen, desto mehr können Sie ansparen. Nutzen Sie die Zeit, um langfristig von Zinseszinseffekten zu profitieren.
  2. Nutzen Sie alle drei Säulen der Altersvorsorge
    Achten Sie darauf, sowohl in die AHV als auch in die berufliche Vorsorge einzuzahlen. Ergänzen Sie dies durch private Vorsorge in der 3. Säule.
  3. Profitieren Sie von Steuervergünstigungen
    Nutzen Sie die steuerlichen Vorteile der 3. Säule, um zusätzliche Ersparnisse für das Alter anzulegen.
  4. Informieren Sie sich über staatliche Förderungen
    Prüfen Sie, ob Sie auch abseits der 3. Säule Anspruch auf staatliche Unterstützung oder steuerliche Vergünstigungen haben – und nutzen Sie diese gezielt.
  5. Überprüfen Sie regelmässig Ihre Vorsorgesituation
    Machen Sie sich ein Bild von Ihren aktuellen und zukünftigen Rentenansprüchen. Passen Sie Ihre Sparmassnahmen gegebenenfalls an.
  6. Schliessen Sie Lücken in Ihrer Erwerbsbiografie
    Seien Sie sich bewusst, dass Elternzeit, Arbeitslosigkeit oder Teilzeitarbeit Ihre Rentenansprüche beeinflussen. Nutzen Sie Möglichkeiten, solche Lücken zu schliessen.
  7. Sichern Sie sich durch Weiterbildungen ab
    Investieren Sie in Ihre berufliche Weiterbildung, um Ihre Beschäftigungsfähigkeit und Ihr Einkommen zu steigern. Schliesslich wirkt sich dies positiv auf Ihre Altersvorsorge aus.
  8. Sprechen Sie mit einem Finanzprofi
    Lassen Sie sich professionell beraten, um Ihre finanzielle Situation zu analysieren und einen optimalen Vorsorgeplan zu erstellen. Ihre Beraterin oder Ihr Berater kann Ihnen auch Geldanlagen empfehlen, die sich besonders gut für die Altersvorsorge eignen.
  9. Nutzen Sie Arbeitgeberangebote zur Altersvorsorge
    Informieren Sie sich über betriebliche Altersvorsorgepläne und andere Vorsorgeangebote Ihres Unternehmens.

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Ein gemütliches Zuhause ist ein Ort, an dem wir uns entspannen, neue Kraft schöpfen und schöne Momente geniessen können. Für viele Menschen im Ruhestand wird die Wohnung oder das Haus zum wichtigsten Lebensmittelpunkt. Deshalb lohnt es sich, die eigenen vier Wände so zu gestalten, dass man sich wohlfühlt, gerne Zeit dort verbringt und jeden Tag kleine Freuden erlebt. Dafür braucht es keine teuren Renovierungen – schon mit einfachen Veränderungen lässt sich die Atmosphäre spürbar verbessern.

Der erste Schritt zu mehr Gemütlichkeit besteht oft darin, Ordnung zu schaffen. Wenn Dinge einen festen Platz haben und Oberflächen nicht überfüllt sind, wirkt der Raum sofort ruhiger. Ein aufgeräumtes Zuhause bedeutet weniger Stress und ein angenehmeres Lebensgefühl. Besonders hilfreich ist es, Gegenstände, die man selten benutzt, in Schränken oder dekorativen Körben zu verstauen. So bleibt alles griffbereit, ohne sichtbar Unruhe zu erzeugen.

Licht spielt eine besonders grosse Rolle. Helles, kaltes Licht kann Räume sehr sachlich und ungemütlich wirken lassen. Warme Lichtquellen dagegen schaffen Behaglichkeit. Tischlampen, Stehlampen oder kleine LED-Lichter, die am Abend eingeschaltet werden, sorgen für eine entspannte Stimmung. Viele Menschen empfinden es als angenehm, verschiedene Lichtpunkte im Raum zu haben – so entsteht ein sanftes, harmonisches Gesamtbild. Kerzen können ebenfalls Wärme ausstrahlen und machen den Abend besonders stimmungsvoll, sollten jedoch niemals unbeaufsichtigt brennen.

Natürliche Elemente bringen Leben ins Zuhause. Zimmerpflanzen verbessern nicht nur die Luftqualität, sondern verleihen Räumen Frische und Farbe. Schon ein kleiner Blumenstrauss auf dem Esstisch oder ein Topf mit duftenden Kräutern auf der Fensterbank können grosse Wirkung zeigen. Wer keinen grünen Daumen hat, kann robuste Pflanzen wählen, die wenig Pflege benötigen. Auch natürliche Materialien wie Holz, Baumwolle oder Wolle vermitteln ein warmes und wohnliches Gefühl.

Textilien schaffen Weichheit und Komfort. Eine flauschige Decke auf dem Sofa, kuschelige Kissen oder ein weicher Teppich unter den Füssen machen das Zuhause sofort einladender. Besonders Senioren profitieren von einem Teppich, der nicht nur Gemütlichkeit verleiht, sondern auch warm hält und auf glatten Böden mehr Sicherheit gibt. Farblich kann man Akzente setzen – etwa sanfte Naturtöne oder Lieblingsfarben, die gute Laune machen.

Persönliche Erinnerungen spielen ebenfalls eine grosse Rolle. Fotos von Familie, Freunden oder besonderen Reisen erzählen Geschichten und schenken Freude im Alltag. Bilderrahmen, selbstgemachte Kunstwerke oder kleine Souvenirs machen das Zuhause einzigartig. Wichtig ist dabei, eine gute Balance zu finden, damit die Räume nicht überladen wirken. Regelmässiges Austauschen oder Umstellen von Bildern bringt frischen Wind und lässt Erinnerungen neu erleben.

Auch der Duft eines Raumes beeinflusst die Atmosphäre. Ein angenehmer Geruch kann sofort Geborgenheit vermitteln. Viele Menschen mögen den Duft von Lavendel, Vanille oder frischer Wäsche. Duftkerzen, ätherische Öle oder natürliche Raumerfrischer können helfen, eine persönliche Wohlfühlumgebung zu schaffen. Dabei sollte man auf dezente Düfte achten, die nicht zu stark sind – besonders, wenn man empfindlich auf Gerüche reagiert.

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Einkaufen gehört zum Alltag, und besonders im späteren Lebensabschnitt spielt es eine grosse Rolle, wie bequem und wirtschaftlich wir unsere täglichen Bedürfnisse decken können. In der Schweiz gibt es viele Möglichkeiten, Waren und Dienstleistungen direkt in der Nähe zu finden – vom kleinen Quartierladen bis zu Wochenmärkten und Reformhäusern. Um das Budget zu schonen und gleichzeitig bewusst einzukaufen, lohnt es sich, einige einfache Strategien zu beachten.

Zunächst ist es hilfreich, die Einkaufsmöglichkeiten im eigenen Umfeld gut zu kennen. Viele Wohnquartiere bieten eine Mischung aus grossen Supermärkten und kleineren Fachgeschäften. Während grössere Ketten oft mit Sonderangeboten werben, können lokale Geschäfte mit Frische, persönlicher Beratung und kleineren Verpackungsgrössen punkten, die besser an individuelle Bedürfnisse angepasst sind. Für Senioren ist es oft praktischer, weniger zu tragen und häufiger frische Produkte zu kaufen. Kurze Wege erleichtern den Transport und machen den Einkauf weniger mühsam.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Planung. Wer mit einer Einkaufsliste aus dem Haus geht, vermeidet unnötige Spontankäufe. Es lohnt sich auch, Mahlzeiten für mehrere Tage im Voraus zu überlegen und darauf basierend gezielt einzukaufen. Produkte, die länger haltbar sind, wie Teigwaren, Reis oder Konserven, können dann eingelagert und nach und nach verwendet werden, während frische Waren wie Gemüse, Brot und Milchprodukte gezielt ergänzt werden. So entsteht eine ausgewogene Mischung, die unnötiges Wegwerfen verhindert.

Viele Senioren entdecken die Vorteile von Wochenmärkten neu. Hier findet man frisches regionales Gemüse, Obst, Käse oder Fleisch – oft zu guten Preisen und in direktem Kontakt mit den Produzenten. Wer kurz vor Schliessung einkauft, kann manchmal sogar zusätzliche Rabatte erhalten, da Händler nicht gerne mit offenen Waren zurückfahren. Zudem ist ein Marktbesuch eine schöne Gelegenheit für soziale Begegnungen und einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft.

Beim sparsame Einkaufen spielt auch die Wahl der Marken eine Rolle. Eigenmarken von Supermärkten bieten häufig gute Qualität zu deutlich niedrigeren Preisen als bekannte Markenprodukte. Ein Vergleich lohnt sich immer – sowohl beim Preis als auch bei den Inhaltsstoffen und der Verpackungsgrösse. Senioren profitieren oft von kleineren Portionen, da sie nicht nur weniger tragen müssen, sondern auch weniger Gefahr besteht, Lebensmittel wegzuwerfen.

Auch digitale Hilfen können heute eine wichtige Unterstützung sein. Viele Geschäfte bieten Prospekte mit aktuellen Angeboten in Papierform oder über Apps an. Wer sich vor dem Einkauf darüber informiert, kann gezielt dorthin gehen, wo es gerade günstiger ist. Für diejenigen, die weniger mobil sind, kann zudem ein Lieferservice infrage kommen. In vielen Regionen der Schweiz können Lebensmittel online bestellt und direkt nach Hause geliefert werden. Das spart Zeit, Kraft und manchmal sogar Geld, da man nicht von Impulsangeboten im Geschäft beeinflusst wird.

Sparen bedeutet jedoch nicht, auf Genuss oder Qualität zu verzichten. Es geht vielmehr darum, bewusst zu wählen. Regionale und saisonale Produkte sind nicht nur meist preiswerter, sondern auch schmackhafter. Wenn Erdbeeren im Sommer oder Kürbis im Herbst angeboten werden, ist ihr Preis meist niedriger und ihre Qualität besonders gut. Wer sich nach den Jahreszeiten richtet, kann eine grosse Vielfalt an frischen Lebensmitteln geniessen.

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Im Laufe des Lebens verändern sich die eigenen Bedürfnisse – und das gilt auch für die Geräte, die wir täglich benutzen. Ob Kühlschrank, Staubsauger, Herd oder Waschmaschine: Die richtige Wahl kann den Alltag erleichtern, Zeit und Kraft sparen sowie für mehr Sicherheit sorgen. In der Schweiz ist die Auswahl an Haushaltsgeräten groß, doch es lohnt sich, vor einer Anschaffung genau hinzuschauen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen dabei, wichtige Kriterien zu beachten und passende Geräte zu finden.


Einfach in der Bedienung – ohne komplizierte Technik

Moderne Geräte bieten viele Funktionen, aber nicht alles ist für den täglichen Gebrauch notwendig. Besonders im Ruhestand ist es wichtig, dass die Bedienung verständlich bleibt.

Achten Sie auf:

  • Große, gut lesbare Tasten

  • Übersichtliche Symbole

  • Klares Display mit gutem Kontrast

  • Einfacher Zugriff ohne tiefes Bücken oder Strecken

Ein Gerät sollte so intuitiv sein, dass es ohne langes Nachschlagen im Handbuch funktioniert. Weniger Funktionen können oft viel angenehmer sein.


Energieverbrauch – langfristig sparen

In einem Haushalt mit festen monatlichen Budget lohnt sich ein Blick auf den Energieverbrauch. Effiziente Geräte schonen nicht nur die Umwelt, sondern senken auch die Kosten.

Tipps:

  • Achten Sie auf Energieeffizienzklasse und jährlichen Verbrauchswert

  • Geräte passend zur Haushaltsgröße wählen – zu groß bedeutet unnötigen Verbrauch

  • Eco-Programme nutzen, wenn möglich

Ein kleiner Kühlschrank für eine einzelne Person reicht oft völlig aus und spart täglich Strom.


Sicherheit: ein wichtiges Thema im Alltag

Ältere Menschen müssen besonders auf Sicherheit achten. Geräte sollten Risiken minimieren, nicht erhöhen.

Darauf kommt es an:

  • Automatische Abschaltung, wenn etwas überhitzt

  • Rutschfeste Standfüße

  • Sichere Türgriffe und stabile Bauweise

  • Leichte Erreichbarkeit der Bedienelemente

Auch ein Rauchmelder über dem Herd oder ein Wasserstopp-System bei Waschmaschinen kann sinnvoll sein.


Gewicht und Mobilität

Staubsauger, Mixer oder Dampfbügeleisen sollten nicht zu schwer sein. Ein Gerät, das leicht transportiert werden kann, schützt Rücken und Gelenke.

Gut zu beachten:

  • Handstaubsauger oder Modelle mit Rollen erleichtern Bewegung

  • Leichtes Öffnen und Schließen von Türen und Deckeln

  • Griffe, die angenehm in der Hand liegen

Komfort entsteht, wenn die Nutzung keine Kraft kostet.


Lautstärke – mehr Ruhe zu Hause

Besonders in Wohnungen mit dünneren Wänden oder wenn man Ruhe bevorzugt, zählt der Geräuschpegel. Eine leise Waschmaschine oder ein nicht zu lauter Kühlschrank sorgt für mehr Wohlbefinden.

Schauen Sie bei Geräten auf:

  • Dezibel-Angaben

  • Geräuscharmes Programm bei Waschmaschinen oder Geschirrspülern

Gerade nachts oder in kleineren Räumen ist das ein großer Vorteil.


Reinigung und Pflege: so einfach wie möglich

Haushaltsgeräte sollen Zeit sparen, nicht zusätzliche Arbeit verursachen. Achten Sie darauf, dass die Reinigung unkompliziert ist.

Praktische Eigenschaften:

  • Glatte Oberflächen ohne schwer erreichbare Ritzen

  • Herausnehmbare Filter und Körbe

  • Selbstreinigende Programme (z. B. im Backofen)

Wenn die Pflege einfach ist, bleibt das Gerät länger in gutem Zustand.


Platz und Einbau – vorher planen

Die Größe des Geräts sollte zur Wohnung passen. Vor dem Kauf:

  • Exakt messen, wo das Gerät stehen soll

  • Türen, Schubladen und Wege berücksichtigen

  • Anschlüsse (Strom, Wasser) prüfen

In kleineren Schweizer Küchen ist gutes Planen wichtig, damit später nichts im Weg steht.

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Mobilität auch im Ruhestand ist eine wichtige Voraussetzung, um am Leben teilzunehmen, Freunde zu besuchen, Ausflüge zu machen oder einfach ein wenig unterwegs zu sein. In der Schweiz steht ein gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel zur Verfügung – Busse, Bahnen, Trams und Schiffe. Für Menschen im Ruhestand ist entscheidend, diese Angebote komfortabel und preisbewusst zu nutzen. Nachfolgend finden Sie hilfreiche Hinweise, wie Sie den öffentlichen Verkehr bequem und günstig einsetzen können.


Warum öffentlicher Verkehr eine gute Wahl ist

Wenn man nicht mehr selbst Auto fährt oder schlicht eine entspanntere Alternative möchte, dann ist der öffentliche Verkehr eine hervorragende Möglichkeit. Er bietet:

  • Bewegung ohne Anstrengung: vom Bahnhof ins Ziel reicht oft wenige Schritte

  • Entspanntes Reisen, keine Parkplatzsuche

  • Zugang zu Städten, Landschaften und Freizeitangeboten

  • Häufig einfachere Nutzung dank speziell angepasster Angebote für Menschen im Alter


Ticket- und Abonnement-Tipps für Preisbewusste

In der Schweiz gibt es Ticketformen, die speziell Vorteile bieten. Ein halbjährliches oder jährliches Abonnement kann sich lohnen, wenn Sie häufiger unterwegs sind. Dazu ein paar Hinweise:

  • Ein Halbtax-Abo ermöglicht häufig die Hälfte des Preises auf reguläre Fahrscheine.

  • Für Seniorinnen und Senioren gibt es oft spezielle Angebote mit Ermässigung.

  • Wenn Sie nur gelegentlich fahren, kann eine Tageskarte günstiger sein als viele Einzelbillette.

  • Planen Sie Strecken vorab – viele Verbünde bieten Preisstufen oder Zonen, die Einfluss auf den Fahrpreis haben.

Durch diese Optionen lassen sich tägliche Wege wie etwa zu Freunden oder in die Stadt sowie Ausflüge an Wochenenden finanziell überschaubar halten.


Komfortabler Einstieg und Nutzung

Damit jede Fahrt gelingt, lohnt es sich, ein wenig Vorbereitung zu betreiben:

  • Studieren Sie im Vorfeld die Abfahrtszeiten und Linien – viele Haltestellen zeigen digital an, wann der nächste Bus oder Tram kommt.

  • Frühzeitig am Bahnsteig oder an der Haltestelle sein – so steigt der Stress nicht.

  • Auf reservierte Sitzplätze oder Niederflur-Fahrzeuge achten – besonders angenehm, wenn der Weg mit einem Rollator oder Gepäck begleitet wird.

  • Wenn Sie unsicher sind: Personal vor Ort ansprechen – Buschauffeure und Bahnpersonal helfen gern.


Spaziergänge und Umstiege bewusst einplanen

Ein Vorteil des ÖV-Netzes: Man kann Teilstrecken zu Fuss einbauen, was Beweglichkeit fördert. Gleichzeitig ist wichtig:

  • Bei Umstieg genügend Zeit einplanen – Stress vermeiden.

  • Linien mit wenig Umstiegen bevorzugen.

  • Heben Sie die Haltestelle frühzeitig hervor, damit Sie nicht beim Aussteigen überlegen müssen.


Ausflüge leicht gemacht

Wenn Sie einen Ausflug planen, zum Beispiel in einen anderen Kanton oder an einen See, denken Sie an:

  • Frühzeitig ein günstiges Ticket oder Tageskarte erwerben.

  • Abfahrts- und Rückfahrmöglichkeiten prüfen, damit Sie sich nicht übernehmen.

  • Eine Sitzgelegenheit im Zielort reservieren oder vorher planen, wo Sie sich ausruhen können.

  • Nicht zu frühe Rückfahrt wählen – gemütlich bleiben ist vorteilhafter.

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Im Ruhestand verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause und möchten sich in ihrer Umgebung wohl fühlen. Ein ordentliches und aufgeräumtes Zuhause bedeutet weniger Stress im Alltag und mehr Platz für schöne Dinge. Gleichzeitig darf die Haushaltsarbeit nicht zur Belastung werden. Mit ein paar einfachen Veränderungen kann die Reinigung leichter von der Hand gehen und die Aufbewahrung übersichtlicher werden. In der Schweiz, wo Wohnungen oft gut geplant, aber nicht immer groß sind, helfen einfache Tricks dabei, den Alltag zu erleichtern.


Weniger ist oft mehr

Im Laufe des Lebens sammeln sich viele Gegenstände an: Erinnerungen, Geschenke, Kleidung, Haushaltsartikel. Doch nicht alles davon wird gebraucht. Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig zu prüfen, welche Dinge man noch benutzt.

Tipps für den Anfang:

  • Beginnen Sie mit kleinen Bereichen – einer Schublade oder einem Regal.

  • Behalten Sie nur, was Sie wirklich nutzen oder mögen.

  • Sortieren Sie kaputte oder doppelte Dinge aus.

Das Loslassen fällt manchmal schwer, aber das Ergebnis fühlt sich oft befreiend an: mehr Platz, mehr Luft, weniger Staubfänger.


Praktische Systeme für den Alltag

Ordnung bleibt leichter erhalten, wenn jeder Gegenstand seinen Platz hat. Dafür braucht es keine teuren Lösungen – einfache Strukturen reichen völlig:

  • Körbe und Boxen für Schränke und Regale

  • Fächerteiler in Küche oder Badezimmer

  • Haken für Jacken, Taschen, Handtücher

  • Durchsichtige Behälter, um den Inhalt schnell zu sehen

Auch ein kleines Etikett erleichtert, später alles wiederzufinden. So muss man nicht lange suchen, und das Aufräumen geht schneller.


Komfortable Aufbewahrung für mehr Sicherheit

Im Alter spielt auch ergonomische Aufbewahrung eine Rolle. Dinge, die täglich gebraucht werden, sollten leicht erreichbar sein:

  • Oft genutzte Gegenstände auf Augen- oder Greifhöhe lagern

  • Schwere Dinge nicht ganz unten oder zu hoch oben

  • Rollwagen oder Schubladeneinsätze nutzen, damit man sich nicht tief bücken muss

Wer seine Wohnung so gestaltet, reduziert auch das Risiko zu stolpern oder sich zu überanstrengen.


Küche: Ordnung schafft mehr Freude am Kochen

In vielen Haushalten ist die Küche der Mittelpunkt des Geschehens. Deshalb lohnt sich dort ein gutes System besonders:

  • Tassen, Teller und Gläser nahe am Esstisch platzieren

  • Gewürze und Kochwerkzeuge direkt beim Herd

  • Lebensmittel in kleinen Mengen kaufen, damit nichts abläuft

  • Kühlschrank und Vorrate regelmäßig durchsehen

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz macht das Kochen leichter und motiviert, frische Gerichte zuzubereiten.


Wohnzimmer: Weniger Staub, mehr Entspannung

Ein gemütliches Wohnzimmer muss nicht vollgestellt sein. Je weniger kleine Gegenstände offen stehen, desto seltener muss abgestaubt werden.

Verschönern Sie den Raum bewusst:

  • Ein paar ausgewählte Dekostücke

  • Fotos und Erinnerungen an einem festen Platz

  • Decken oder Kissen in praktischen Körben neben dem Sofa

So bleibt der Raum angenehm und pflegeleicht.


Schlafzimmer: Ruhe beginnt bei Ordnung

Guter Schlaf ist wichtig. Ein aufgeräumtes Schlafzimmer trägt dazu bei, besser zu entspannen.

Hilfreiche Ideen:

  • Saisonkleidung getrennt verstauen

  • Bettkästen nutzen für Bettwäsche oder Reservekissen

  • Nachttisch nicht überladen – nur das Nötigste griffbereit

Ein ruhiger Raum bedeutet auch ein ruhiger Kopf.

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